Glockengeläut: Zeichen der Hoffnung und Einladung zum Gebet

Glockengeläut: Zeichen der Hoffnung und Einladung zum Gebet

Die Glocken in Kasseler Kirchen werden bis auf weiteres jeden Abend um 19.30 Uhr für fünf Minuten läuten und laden zum persönlichen Gebet während der Corona-Pandemie ein. „An dieser hessenweiten ökumenischen Aktion beteiligen sich nahezu alle evangelischen Kirchen in Kassel“, sagt Dekanin Barbara Heinrich.

In vielen evangelischen Gemeinden läuten Glocken außerdem täglich mittags um 12 Uhr.

Ausgesetzt wird das abendliche Corona-Läuten an den traditionell stillen Tagen Karfreitag und Karsamstag.

Auch an der bundesweiten ökumenischen Läute-Aktion zu Karfreitag und Ostersonntag beteiligen sich fast alle evangelischen Kirchengemeinden in Kassel: An Karfreitag werden um 15 Uhr für zehn Minuten die sogenannten Totenglocken läuten und an Ostersonntag um 12 Uhr für ebenfalls zehn Minuten die „großen Geläute“ von den Kirchtürmen in der ganzen Stadt hörbar sein. Damit wird eine liturgische Tradition aufgegriffen: an Karfreitag an die Todesstunde Jesu zu erinnern und Ostern die Freude über die Auferstehung Jesu anzuzeigen.

Das Geläut unserer Glocken gibt es auch online, Friedenskirche:

Apostelkapelle:

Hintergrund: Glockengeläut
In der evangelischen Kirche ist es üblich, dass jede Kirchengemeinde ein sogenannte Läuteordnung hat. Die jeweiligen Kirchenvorstände legen darin fest, wann und zu welchen Anlässen die Glocken ihrer Kirche geläutet werden. Dazu gehört das Läuten zu den Gottesdiensten, aber auch zu festgelegten Zeiten am Tag. Es ist die Einladung, den Alltag für ein Gebet zu unterbrechen.

Foto: Zerstörte Osanna-Glocke der Martinskirche, medio.tv/Schauderna