Diakoniesammlung 2015: Kontakt- und Kulturladen „Bei Kirchens“

Diakoniesammlung 2015: Kontakt- und Kulturladen „Bei Kirchens“

Die Diakoniesammlung der Evangelischen Kirche in Kassel ist in diesem Jahr für den Kultur- und Kontaktladen „Bei Kirchens“ in der Frankfurter Straße 78 in der Kasseler Südstadt bestimmt. “Bei Kirchens” finden Menschen in belasteten Lebenssituationen freizeitgestaltende und tagesstrukturierende Angebote. Unserem Gemeienbrief lag ein Überweisungsträger bei.

Diakoniesammlung
Bei der traditionellen Diakoniesammlung wolle man dafür in den Kirchengemeinden um Spenden werben, sagt Stadtdekanin Barbara Heinrich. In den vergangenen Jahren habe man bei der Sammlung mehrmals die Gesegnete Mahlzeit, aber auch andere diakonische Projekte in den Blick genommen, für die jeweils bis zu 15.000 Euro zusammengekommen seien. Ein ähnliches Sammelergebnis erhoffe man sich nun für den Kultur- und Kontaktladen, so Heinrich.

Begegnung und Kultur
Der Kontaktladen besteht seit Juni 2012 und wird von Diakonischen Werk Kassel und der evangelischen Südstadtgemeinde gemeinsam getragen. Mittels Zuwendung der Share Value-Stiftung in den ersten drei Jahren konnte eine Mitarbeiterin des Diakonischen Werkes in Teilzeit beschäftigt werden. So war es möglich eine angenehme Begegnungsstätte zu schaffen, Freizeitangebote zu machen und Ehrenamtliche für die Durchführung von Kursen und Veranstaltungen zu gewinnen. Sieben ehrenamtliche Mitarbeiter gestalten derzeit das vielfältige Angebot „Bei Kirchens“. Es reicht von Malkursen über Kochgruppen, Frühstückstreffen, Rätsel-Runden bis zu Museumsbesuchen, Filmnachmittagen und Gesprächskreisen.

Spenden bieten Perspektive
„Derzeit stehen noch begrenzte Finanzmittel aus der GlücksSpirale zur Verfügung, so dass der Laden nun in ein von Ehrenamtlichen getragenes Angebot überführt werden soll“, sagt Martin Schenker, Leiter des diakonischen Zentrums für Sucht- und Sozialtherapie. Für die Finanzierung der Sachkosten – Materialien für Kurse, Museumsbesuche, Unterhalt der Räume und vieles mehr – müssten Spenden eingeworben werden. „Deshalb freuen wir uns sehr, dass die Diakoniesammlung dem Kultur- und Kontaktladen zu Gute kommt“, sagt Schenker. „Damit können wir die weiteren Aktivitäten mit Perspektive planen und die Ehrenamtlichen fühlen sich bestärkt und motiviert.“

Nah bei den Menschen
Pfarrer Holger Wieboldt, dessen Büro sich direkt neben dem Kultur- und Kontaktladen befindet, ist buchstäblich nah bei den Menschen. „Es ist ein niederschwelliges Angebot, dass die Menschen gerne annehmen.“ Pro Jahr kämen rund 2000 Besucherinnen und Besucher, die meisten seien alleinstehende Menschen aus dem Stadtteil, aber auch Klienten aus der Sucht- und Sozialtherapie seien dabei. Beim wöchentlichen Klön-Café setzt er sich gerne in die Runde der Besucher und es entstehen „Gespräche über Gott und die Welt.“ Für viele sei der Laden eine wichtige Anlaufstelle, um raus aus ihren Wohnungen zu kommen und mit anderen Menschen Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. „Die Nachfrage nach weiteren Angeboten besteht und wir können ehrenamtliche Verstärkung gebrauchen“, sagt er.

Ehrenamtliches Engagement
Die gute Seele des Ladens ist Dieter Mühlenbeck, der sich mehrmals in der Woche ehrenamtlich „Bei Kirchens“ engagiert. Der 76-Jährige kümmert sich ums Frühstück und begeistert die Besucher für seine Leidenschaft, das Malen, Werken und Nähen. Er selbst bezeichnet sich als Allrounder. Aus seiner Lebenserfahrung und seinem abwechslungsreichen Berufsleben als Koch, Dreher und technischer Zeichner schöpfe er die Ideen und die nötige Ruhe und Kraft, sagt er. „Ich nehme die Menschen wie sie sind und versuche Anstoß zu geben, die eigene kreative Ader zu entdecken“. Er selbst ziehe großen Gewinn aus seiner Arbeit. Es freue ihn, wenn sich Menschen „Bei Kirchens“ sichtlich wohl fühlten und gerne wieder kämen.

Spendenkonto:
Ev. Stadtkirchenkreis Kassel
Evangelische Bank eG
IBAN: DE 30 52060410 000 2200201
Stichwort: Diakoniesammlung Kigem. Friedenskirche

// Stand: 01.11.15 | Meldung des Stadtkirchenkreises auf ekik.de
Auf dem Foto: Engagieren sich für den (v.l.): Stadtdekanin Barbara Heinrich, Dieter Mühlenbeck, Pfarrer Holger Wieboldt (Ev. Südstadtgemeinde) und Martin Schenker (Diakonisches Werk Kassel).