Regierungspräsidium gedenkt der Ermordung Dr. Walter Lübckes

Regierungspräsidium gedenkt der Ermordung Dr. Walter Lübckes

Zum ersten Jahrestag der Ermordung des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke plant das Regierungspräsidium (RP) Kassel verschiedene Gedenkaktionen, u.a. hält Stadtdekan Dr. Michael Glöckner für die Mitarbeitenden des RP eine Andacht in der Martinskirche, die diese am 2. Juni an ihren Computern verfolgen können.

Weiterhin werde am Todestag des Politikers am Dienstag, 2. Juni, eine Diskussionsrunde unter dem Titel «Haltung zeigen» im Internet zu sehen sein, sagte dessen Amtsnachfolger Hermann-Josef Klüber. Teilnehmende sind unter anderen Bischöfin Dr. Beate Hofmann und der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Die Diskussionsveranstaltung am Dienstag, 2 Juni, ist ab 16 Uhr über die Internetseiten des Regierungspräsidiums Kassel, der Universität Kassel und der Offenen Kanäle in Hessen zu sehen. Die in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar und der Universität Kassel entstanden, rund anderthalb Stunden dauernde Diskussionsveranstaltung wurde wegen der Corona-Beschränkungen bereits am Dienstag, 19. Mai, aufgezeichnet.

In der Diskussionsrunde, zu der sich Klüber rege Rückmeldungen erhoffe, solle der Focus auf zivilgesellschaftliche Fragestellungen, die die Tat aufgeworfen habe, gerichtet werden. Zuvor hätten die Mitarbeiter des Regierungspräsidiums Gelegenheit, an ihrem Computer der Andacht von Stadtdekan Dr. Michael Glöckner zum Todestag Lübckes zu folgen, die kurz zuvor in der Martinskirche aufgezeichnet werde.

Weitere Vorhaben sind unter anderem die Herausgabe einer Sonderbriefmarke der Deutschen Post zum Andenken an den CDU-Politiker Lübcke sowie die Ausschreibung eines Kunstwerkes. Dieses solle eine zukunftsweisende Aussage haben, erklärte Klüber. Darüber hinaus solle der Sitzungssaal im RP nach dem Ermordeten benannt werden. Die Einweihung des Saales am 22. August, dem Geburtstag Lübckes, werde verbunden mit der Enthüllung einer Bronzetafel mit dem Relief des Verstorbenen vor dem Saal, die der aus Afghanistan stammende Künstler Behrana Massoum anfertigte.

Foto von Dekan Dr. Glöckner: medio.tv/schauderna