Judika: Schaukasten-Gottesdienst

Judika: Schaukasten-Gottesdienst

Neue Wege der Verkündigung des Evangeliums gehen wir nicht nur im Internet: Für den heutigen Sonntag, Judika 29. März 2020, hat Pfarrer Matthias Meißner einen Schaukasten-Gottesdienst gestaltet. Der Schaukasten steht links vom Kirchenportal der Friedenskirche.

Aus dem Evangelium des Sonntags

42 Jesus rief Jesus seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen:
Ihr wisst, die als Herrscher gelten,
halten ihre Völker nieder,
und ihre Mächtigen tun ihnen Gewalt an.

43 Aber so ist es unter euch nicht;
sondern wer groß sein will unter euch,
der soll euer Diener sein;

44 und wer unter euch der Erste sein will,
der soll aller Knecht sein.

45 Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen,
dass er sich dienen lasse,
sondern dass er diene
und sein Leben gebe als Lösegeld für viele.

Markus 10,42-45

Liebe Gemeinde!

In diesen Tagen erlebe ich, was Hingabe ist.

Medizinisches Personal arbeitet bis an die Grenzen der Belastbarkeit.

Bei der Polizei, der Feuerwehr oder in den Lebensmittelmärkten stehen Menschen in der ersten Reihe, um unsere Versorgung aufrechtzuerhalten.

Infizierte verharren in Quarantäne.

Schwerkranke kämpfen um ihr Leben. Einige müssen ihr Leben in dieser Epidemie hingeben.

Ich ermesse neu, was es bedeutet, wenn Jesus sagt, dass er uns dient bis zur eigenen Lebenshingabe – als Lösegeld.

Außer voneinander Abstand zu halten, können wir kaum etwas einbringen, um uns in der Krise zu retten. Das „Geld“, mit dem Jesus Christus uns hilft, ist seine bedingungslose Liebe zu uns. Diese Liebe will weiter durch uns wirken.

Wir dienen einander. Das steht an erster Stelle.

Mit Liebe und Hingabe sind wir füreinander da.

Amen.

Matthias Meißner, Pfarrer

Fürbitte

Gott, wir danken dir für deine Liebe.
Wir denken an die, die uns nahestehen.
Wir bitten für die Infizierten,
für die Kranken, für die Sterbenden. 

Wir denken an die Betroffenen in Italien, in Spanien,
in aller Welt.

Wir bitten für die,
die kein schützendes Zuhause haben,
für die, die zwischen den Grenzzäunen gefangen sind,
für die, die zwischen Trümmern ausharren.

Wir denken an alle, die in den Krankenhäusern für die Kranken da sind.
Wir denken an alle, die uns mit Lebensmitteln und allem, was wir brauchen, versorgen.

Wir danken für deine grenzenlose Liebe, Gott.
Sie hält uns, sie trägt uns.

Rette und erhalte uns.
Bleib bei uns und deiner Gemeinde,
heute und jeden neuen Tag.
Amen.

Foto: medio.tv/Schauderna