Stricken für Frühchen: Lebenswärme weitergeben

Stricken für Frühchen: Lebenswärme weitergeben

Zehn Frauen haben rund 230 kleine Mützchen, Söckchen, Schühchen und Westchen im Rahmen des Projektes „Mein Ehrenamt: Stricken für Frühgeborene“ der Frühchen-Station im Klinikum Kassel übergeben.

Mützchen, Söckchen, Schühchen: Gabriele Dolk, Leiterin der Frühchen-Station im Klinikum Kassel (rechts), freut sich über die bunten Stricksachen für ihre kleinen Patienten, die die ehrenamtlichen Strickerinnen in Begleitung von Claudia Zahn, Leiterin der Ev. Familienbildungsstätte (2. v. rechts), ins Klinikum gebracht haben. Foto: Schaaf

Ehrenamt: Liebevolle Handarbeit
„Mein Ehrenamt: Stricken für Frühgeborene“ ist ein Projekt des Familienzentrums Wehlheiden, der Evangelischen Familienbildungsstätte Kassel und der Diakoniestationen der Evangelischen Kirche in Kassel. Seit Herbst 2016 haben sich rund 13 Frauen verschiedener Altersgruppen regelmäßig im Nachbarschaftstreff GoetheSalon im Vorderen Westen getroffen und gemeinsam gestrickt und gehäkelt. Die winzigen, bunten Kleidungsstücke, manche nicht größer als eine Streichholzschachtel, sind dabei in liebevoller Handarbeit entstanden. „Unser Ansinnen war es, ein Stück Lebenswärme an die Kleinsten und ihre Eltern in dieser kritischen und von großer Sorge bestimmten Lebensphase weiterzugeben“, sagt Claudia Zahn, Leiterin der Ev. Familienbildungsstätte Kassel.

Kuschelige Wärme für die Kleinsten
„Die kleinen Strickteilchen machen den Stationsalltag bunter und für die Frühchen kuschelig“, sagt Gabriele Dolk, Leiterin der Frühchen-Station. Nach der Geburt bekämen die Frühchen zuerst ein Mützchen aufgesetzt, so Dolk. Denn die meiste Wärme gehe über den Kopf verloren. Jede strickende Hand helfe, den Frühchen und ihren Eltern ein Stück Wärme und Geborgenheit zu geben, so Dolk.

Das Projekt „Stricken für Frühchen“ sei generationsübergreifend angelegt gewesen, so Zahn. Die jüngste Teilnehmerin sei 48 Jahre alt, die älteste 82 Jahre. Obwohl auf den Rollator angewiesen, sei sie, wann immer es ging, zum Stricken in den GoetheSalon gekommen, so Zahn. Für alle sei wichtig gewesen, von der menschlichen Wärme, die man im Leben erfahren habe, etwas weiter zu tragen. Und: „Es hat Spaß gemacht“, sind sich die kreativen Frauen einig.